Portfolio- und Risikomanagement nach dem KAGB



Mit Einführung des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) im Juli 2013 hat der Gesetzgeber erstmals ein einheitliches Regelwerk für die gesamte Investmentbranche geschaffen. Seitdem erfolgt das Management und die Verwaltung von Alternativen Investmentfonds (AIF) auf Basis der gesetzlichen Grundlagen. Die Ausübung der Tätigkeit unterliegt der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Die Kernaufgabe der KVG ist die kollektive Verwaltung des Sachwert-Investmentvermögens nach den gesetzlichen Vorgaben. Sie ist damit insbesondere für das Portfoliomanagement und Risikomanagement zuständig. Bei der Ausübung ihrer Tätigkeit ist die KVG vor allem dem Interesse der von ihr verwalteten Investmentvermögen und deren Anleger sowie der Integrität des Marktes verpflichtet.

Seit der Einführung des KAGB ist bei der Verwaltung von Alternativen Investmentfonds auch das Risikomanagement von zentraler Bedeutung. Das Ziel ist es: Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und geeignete Maßnahmen zur Reduktion oder im besten Fall zur gänzlichen Vermeidung des Risikos zu treffen.

Für jeden AIF wird ein individuelles Risikoprofil erstellt, in dem die wesentlichen Risiken des Fonds beschrieben und strukturiert werden. Durch geeignete Messverfahren werden diese Risikoprofile mit Hilfe von Stresstests und Szenarioanalysen überprüft. Anschließend werden für die identifizierten Risiken Limits festgelegt und Maßnahmen im Falle des Überschreitens beschlossen. Dieses Verfahren wird fortlaufend angewendet und dadurch sichergestellt, dass das Risikomanagement jederzeit handlungsfähig ist.

Über die eingesetzten Kontrollverfahren wird gewährleistet, dass die von der KVG verwalteten AIF in Übereinstimmung mit den Anlagebedingungen investieren.


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